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Erläuterung der verschiedenen Spielformen speziell für den Jugendhandball

Besser Handball spielen – im und durch 2 mal 3:3 

Ein Spiel

  • welches alle Spieler fordert und einbezieht
  • welches die kommunikativen Werte betont
  • welches keine hohen Anforderungen an Voraussetzungen stellt aber gleichzeitig das Spielverhalten effektiv schult, das ist wünschenswert.
Situativ angepasste Spielhandlungen, ausgeprägte Spielfähigkeit, kreatives Spiel, das wünscht sich jeder von seinen Spielern, weil es Erfolg verheißt und Spaß macht.
Mit der Spielvariante „Zweimal 3 gegen 3“ werden neue Impulse gesetzt, die einen effektiven Weg zur Realisierung dieser Visionen ermöglichen. Im Handballbereich in verschiedenen Alters und Leistungsbereichen erprobt kann die Idee auf alle Spielbereiche übertragen werden.

 
„zweimal 3 gegen 3“

  • als effektive Möglichkeit zur Objektivierung des individuellen Spielverhaltens
  • ein paralleles Spielen / Üben von mehreren Kleingruppen im Training mit zeitlich- und räumlich abhängigem Bezug kann au viele Spiele übertragen werden – „zweimal 3:3“ kann als Variationsmodell zur Trainings- und Wettkampfsorganisation dienen.
     

Idee und Grundregeln des Spiels „zweimal 3:3“

  • es spielen zwei Mannschaften mit der „normalen“ Spieleranzahl (6) gegeneinander
  • das Spielfeld wird für jede Mannschaft in eine Angriffs- und eine Abwehrhälfte unterteilt
  • in jeder Hälfte halten sich jeweils drei Spieler der Mannschaft auf
  • die Mittellinie darf von keinem Spieler überschritten werden
  • das Spiel beginnt mit Hochball
  • es gibt keinen Anwurf an der Mittellinie nach Torerfolg, sondern der Torhüter bringt den Ball sofort wieder ins Spiel (Passmöglichkeit in jede Spielfeldhälfte)
  • die Torhüter dürfen bei Ballbesitz ihrer Mannschaft den Torraum nicht verlassen
  • sollten Zeitstrafen notwendig sein, so sind das persönliche Strafen, d. h. die Mannschaften ergänzen sich auf 3:3
  • im weiteren gelten die Handballregeln
  • innerhalb des laufenden Spiels können Angriffs- und Abwehrspieler an der Mittellinie die Spielfeldhälfte wechseln, wobei ein Abklatschen der Spieler Pflicht ist – das 3:3 Verhältnis muß immer gewahrt bleiben
  • Wegfall der Wechselräume – jeder Mannschaft steht eine Spielfeldseite zum Auswechseln zur Verfügung – ausgewechselt werden darf nur in der Spielfeldhälfte wo sich der Ball nicht befindet
     

Durchführungsorientierungen:

  • das Spielfeld bleibt das „normale“ Handballfeld (ein Spiel auf kleinere Felder ist unproblematisch)
  • jeder Spieler sollte in der Angriffs- und Abwehrhälfte eingesetzt werden
  • die Spielzeit bei Einzelspielen oder Turnieren bleibt unverändert
  • im E-Jugendbereich sollte eine Torabhängung und Überzahlsituationen bei deutlichen Leistungsunterschieden angedacht werden
  • im Spielbetrieb erscheint eine Kopplung des „normalen“ Handballspiels und des „zweimal 3:3“ – sinnvoll
  • an die Trainer werden erhöhte Anforderungen bei einer Umsetzung der Spielidee und der Ziele gestellt
  • grundsätzlich soll der Ausbildungsaspekt bei Ziel- und Regelformulierungen sowie beim Spielen und entsprechenden Analysen und Korrekturen im Vordergrund stehen
  • einseitige Ergebnisorientierung und betonter Einsatz der Leistungsstärksten widersprechen Ausbildungszielen und der Grundidee des „zweimal 3:3“

 
Zielstellungen für den Einsatz des „zweimal 3:3“

  1. Erlernen der Prinzipien und Verbesserung des Kooperativen Spielverhaltens (Einbeziehung aller Spieler)
  2. 2. Vereinfachung des Erkennens der Spielsituationen und der Findung von alternativen / optimalen Lösungen in Abwehr und Angriff
  3. Erhöhung der Anzahl von Situationslösungen im Spielverlauf
  4. Ausbildung zum Allrounder (vielfältige Handlungen auf allen Angriffs- und Abwehrpositionen)
  5. Betonung des kreativen, kognitiven Lernens
  6. Erziehung zu ballorientierter Defensivarbeit
  7. Ausbildung einer dynamischen Spielweise


 Praxiserfahrungen:

  • In allen Altersbereichen fallen wesentliche Veränderungen im Spielverhalten auf, die schon bei Einführung des „zweimal 3:3“ nach kurzer Zeit ohne Steuerung durch den Trainer oder vorherige Verhaltensinstruktionen auftreten – deutliche Verbesserungen des Spielverhaltens im Offensiv- und Defensivbereich durch „zweimal 3:3“.
  • Deutlich quantitäts- und Qualitätssteigerungen der Handlungen im „zweimal 3:3“ sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sind zu beobachten (teilweise Steigerung um das Vierfache im Vergleich zum Spiel 6:6 – eine derartig hohe Steigerungsrate konnte bei Manndeckung und Sektorenspielen nicht erreicht werden).
  • Insbesondere durch Modifikation der Wertung konnte eine deutliche Verbesserung des kooperativen Spielverhaltens und der Einbeziehung aller Spieler erreicht werden.
 

Regelvariationen

 
 
 Regelvorgabe
 Zielvorstellung an das Spiel
1.
Wertung der Spiele nach der Formel: Anzahl der Tore mal Anzahl der Torschützen
Zielorientierung auf Umsetzung sozialer Aufgaben, Einbindung aller Spieler und ausgewogenen Abwehr- und Angriffsausbildung
2.
Spielwertung nach Ballgewinn und erzielten Toren
Betonung und Belohnung eines erfolgreichen Abwehrspiels
3. 
Spielwertung mit Punktsystem (Tor = 2 Punkte, Finalzuspiel = 1 Punkt)
Betonung des situativen Zusammenspiels und Belohnung der Vorbereitungshandlungen
4.
Unterschiedliche Torbepunktung (u. a. Tore von außen oder Tore mit bestimmten Techniken werden doppelt bewertet)
Bewusste Spelverlagerungen oder verstärktes Anwenden geforderter Techniken
5.
Es darf kein Rückspiel aus der Angriffs- in die Abwehrhälfte erfolgen
Weitere Erhöhung des dynamischen Spielverhaltens
6.
Spiel in Unter- oder Überzahlverhältnissen (3:4, 4:3 in den Spielfeldhälften)
- Angleichen des Spielvermögens bei sehr starken Leistungsunterschieden
- Betonung der Laufbereitschaft und des kämpferischen Einsatzes in den Unterzahlgruppen
- Betonung des kooperativen Spiels
7.
Spiel mit zwei Bällen
- Betonung des Umschaltens von Offensiv- zu Defensivaufgaben und umgekehrt
- Betonung der Orientierungsfähigkeit
8.
Der Torwart muß den Ball in die Angriffshälfte spielen
9.
Beschränkung der Anzahl der Zuspiele
10.
Gewinner eines Spiels ist die Mannschafte, bei der zuerst alle Spieler ein Tor erzielt haben
Betonung des kooperativen Spielverhaltens und einer zielorientierten Spielgestaltung
11.
Einführung von drei Auszeiten pro Halbzeit
Verbesserung des Coachings und der Hilfen bei entsprechenden Wechseln (Einzelspieler oder ganze Blöcke)
12.
Es gibt kein Unentschieden, gespielt wird nach Ablauf der Spielzeit bis zum nächsten Tor
Erhöhung der Handlungsverantwortung, Verbesserung der Streßbewältigung
 
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Am 12.11.2014 startet für dieses Jahr der letzte Lehrgang für die Neuausbildung von Schiedsrichter/innen im Handballkreis Bonn Euskirchen Sieg.

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dsj academy basic: Neue Seminarreihe ab Oktober 2014

Ihr seid zwischen 16 und 26 Jahre alt und im Sport freiwillig oder ehrenamtlich engagiert?
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